Ordnungssystem für Logistik

Zur Lagerung von bis zu 14.000 unterschiedlichen Teilen unterstützten wir einen Kunden aus dem Maschinenbaubereich bei der Umsetzung eines optisch kontrollierten Hochregallagersystems. Erfasst werden müssen sowohl Größe, Art und Artikelbezeichnung der Objekte sowie deren Gewicht, um die Lager-Tablare optimal bestücken und das gekoppelte Warenwirtschaftssystem entsprechend aktualisieren zu können.

Über ein separates kamerabasiertes Scansystem mit 3D-Volumenvermessung, Barcode- und Schrifterkennung sowie der Möglichkeit einer Klassifizierung werden neue Bauteile zunächst mit ihren spezifischen Werten in das Warenwirtschaftssystem oder die Datenbank aufgenommen. Ein System mit vier Kameras bestimmt hier mithilfe von aus verschiedenen Perspektiven erzeugten Punktwolken die 3D-Außenmaße und berechnet das Volumen. Die antrainierten Objekte können anhand von Ähnlichkeiten wiedererkannt bzw. auseinander gehalten werden, ohne dabei OCR oder Barcodes/2D-Codes verwenden zu müssen. Zur Erfassung hält der Bediener hierfür das neu einzulagernde Teil in den am Regal integrierten Scanner, ehe die eigentliche Ablage erfolgt.

  • Installation des optischen Systems

    Installation des optischen Systems

    Zur Aufnahme des Tablars werden mehrere Kameras inkl. Optik an der Decke eines jeden Fachs installiert, um am Ende ein komplettes Bild der jeweiligen Lagerfläche zu erhalten.
  • Bedienoberfläche

    Bedienoberfläche

    Die übersichtliche Benutzeroberfläche erlaubt dem Bediener eine einfache und schnelle Auswahl der gewünschten Lagerfläche. Die Anwendung kann z.B. über ein Tablet erfolgen.
  • Aufnahme eines Tablars

    Aufnahme eines Tablars

    Aus Platzgründen nimmt jede Kamera nur einen Teil des jeweiligen Tablars auf. Mittels Stitching werden die Einzelbilder im Anschluss zusammen gefügt.

Damit das vorgegebene Maximalgewicht für die Tablare nicht überschritten wird, werden vom Hochregalhersteller Gewichtsmessungen durchgeführt, um die Gesamtlast je Tablar stets aktuell zu halten. Zur zusätzlichen Erfassung von Objekten bzw. Bauteilen sowie von freien Stellen auf den Tablaren dient ein entsprechendes zweites Bildverarbeitungssystem. Die Komponenten für die optische Prüfung sind in den Lagertürmen integriert. Bei der Einlagerung speichert das System mithilfe mehrerer Kameras Bilder des aktuellen Beladungszustands, die freien Lagerplätze auf den einzelnen Tablaren werden in ihrem Volumen erfasst und beides zusammen mit dem noch zuladbaren Gewicht in der Datenbank abgelegt.

Der Bediener kann diese Informationen anschließend einfach abrufen, durchsehen und mit einem Klick ein passendes Tablar für die Einlagerung des nächsten Bauteils auswählen. Nach Ablage der Teile wird daraufhin ein neues Bild aufgenommen und wiederum abgelegt, sodass alle Bilder immer auf dem aktuellen Stand bleiben. Gleichzeitig werden bei der Bildaufnahme die abgelegten Objekte mittels Matching erneut erfasst. Die Lagerung der Ware erfolgt so stets in Abstimmung mit dem Warenwirtschaftssystem.

Das System ist komplett modular ausgelegt. Einzelne Funktionen sind jeweils für sich lauf- und ausbaufähig. Ein Scanner zur Erfassung der Ware im Warenwirtschaftssystem kann ebenso als eigenes System verwendet werden wie das Lagersystem an sich. In diesem Fall wurde eine vollständige Integration in das hauseigene Logistik-System vorgenommen, um alle Komponenten und Informationen auf ideale Weise zusammen zu führen.