Wie Licht Bilddaten in der industriellen Bildverarbeitung beeinflusst
Verdeckungen = wenn das Offensichtliche übersehen wird
Wenn Sie eine Kamera direkt über einem Objekt platzieren, ist es naheliegend anzunehmen, dass Sie es von oben betrachten.
Klingt logisch, oder?
Doch hier liegt der eigentliche Knackpunkt: Es gibt Situationen, insbesondere bei der Verwendung von Weitwinkelobjektiven, in denen man das Objekt fast von der Seite sieht, obwohl die Kamera exakt über dem Objekt positioniert ist.
Sie sagen, das ist doch offensichtlich?
Ich finde es nach wie vor erstaunlich, wie oft dieses Phänomen unterschätzt wird. Und zwar nicht nur von Einsteigern, sondern ebenso von erfahrenen Ingenieuren und Kundenteams.
Wie Objekte im Vordergrund das Sichtfeld der Kameras einschränken
Sobald sich ein Element im Vordergrund befindet, das näher am Objektiv liegt als das eigentliche Zielobjekt, kann dieses vordere Element die Sicht blockieren.
Genau das bezeichnen wir als Verdeckung (Okklusion).
Wie man Verdeckungen frühzeitig erkennt und kostspielige Neukonstruktionen vermeidet
Auf den ersten Blick wirkt es wie ein kleines Detail. In der Praxis kann es jedoch zu einem echten Projekt-Stopper werden. Besonders dann, wenn das Setup bereits komplett geplant ist, Komponenten bestellt wurden und erst spät auffällt, dass die Kamera etwas völlig anderes erfasst, als Sie geplant hatten.
Fazit: Die Perspektive entscheidet
Auch wenn Ihre Kamera auf dem Papier am vermeintlich perfekten Platz steht, sollten Sie sich fragen: Was erfasst die Kamera wirklich? Prüfen Sie den Sichtkegel. Simulieren oder testen Sie frühzeitig.
Denn wenn eine Verdeckung auftritt, kann keine Software das wiederherstellen, was die Kamera nie aufgenommen hat.
Wann hat Ihre Kamera das letzt Mal etwas völlig anderes "gesehen" als Sie erwartet hatten? Haben Verdeckungen Ihren Projektplan auch shcon mal durcheinandergebracht? Wie sind Sie damit umgegangen?